Nach Beginn der aktuellen Bundesliga-Saison 2007/2008 steigt auch die Fieberkurve für das nächste internationale Großereignis: Zum krönenden Abschluss der Saison darf unsere (wahrscheinlich dann noch) von Joachim Löw trainierte Nationalmannschaft 2008 um die Fußball-EM in Österreich und der Schweiz spielen.
Währenddessen macht die UEFA schon jetzt deutlich, dass der Markenschutz für die gängigen Bezeichnungen zur Euro 08 konsequent verteidigt wird, um den eigenen zahlungskräftigen Sponsoren Exklusivität zu verschaffen. Das betrifft Wort- und Wort-/Bildmarken wie z.B. „EURO 2008“, „UEFA EM 2008“, „EM 2008“ oder „OESTERREICH / SCHWEIZ 2008“. Marketingagenturen diskutieren bereits Umgehungsstrategien wie Marketing aus dem Hinterhalt („Ambush-Marketing“) und wie es legal organisiert werden kann.
Freilich bleibt der Grat zwischen Markennutzung und bloßer Markennennung schmal und wird auch nicht von jedem Gericht gleich ausgelegt. Wer mit der UEFA in Konflikt gerät, soll zumindest konsequent abgemahnt werden. Vorsicht ist also angezeigt, sonst kann’s teuer werden.
Quelle: NZZ online vom 03.09.2007
Auf auch für Deutschland eingetragene nationale oder internationale Marken im Zusammenhang mit der Fußball EM 2008 und anderen sportlichen Großereignissen wie Olympia in Peking 2008 macht z.B. der online-Anbieter spreadshirt aufmerksam und gibt eine „Anleitung zum Nicht-Abgemahnt-Werden“ heraus.
Der Markenschutz der UEFA ist umfangreich. Die z.B. unter der Register-Nr. 869651 und 811776 bei der WIPO eingetragenen Wort- und Wort-/Bildmarken „UEFA EURO 2008 Austria-Switzerland“ und „EURO 2008“ erfassen fast jede denkbare Waren- und Dienstleistungsklasse zum Thema Merchandising, bis hin zum Tierfutter.
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