Kommt

Heise-online berichtete am 6.6.2007 über die möglicherweise bevorstehende Einrichtung einer regionalen Top Level Domain (TLD) „.berlin“ .
Hierfür hätten sich angesichts des „verengten Namensraumes“ im Bereich der Top-Level-Domain .de Experten im Medienausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses am 13.06.2007 ausgesprochen.

Es wird angedacht, Markenrechtsinhaber in Berlin in speziellen Registrierungsrichtlinien gegenüber nicht-regionalen zu bevorzugen und Gattungsbegriffe – z.B. hotel.berlin zu versteigern. Senatssprecher Michael Donnermeyer erhob Bedenken: “Bei der Vergabe würden wir in einem Gremium über gewerbliche marktorientierte Bereiche mitentscheiden und wären in allen Konflikten mit drin in einer Zeit, wo sich der Staat aus solchen Prozessen heraushalten sollte.”
Richtig. Das wird ein heilloses Durcheinander, zumal es sehr wahrscheinlich ist, dass sich der Streit am Vergabeverfahren und insbesondere einer Bevorzugung von „Landeskindern“ entzünden wird. Spannend wird auch sein, ob das Berliner Beispiel – so es denn Realität wird – national und international Schule macht.
Ein klarer Vorteil dieser TLD: Der Ortsname in der Web- Adresse hat im Gegensatz zu nichtregionalen TLDs keine rechtswidrige Namens- bzw. Markenbenutzung zur Folge.

Quelle: heise-online


2 Responses to “Kommt”


  • Sehr geerhter Herr Herr Stockmann,

    ich würde mich freuen, an dieser Stelle das Thema Versteigerung von Domains wie http://www.hotel.berlin richtigstellen zu können. Es ist nicht geplant diese, wie auch für die Berliner Community relevante Domains zu versteigern. Vielmehr sehen die auf unserem Wiki kommentierbaren Registrierungsrichtlinien folgendes Verfahren vor:

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    g) Ausschreibungs- und Verhandlungsverfahren; freihändige Vergabe

    Für Domainnamen, die aus Berufsbezeichnungen, Branchenbezeichnungen oder generischen Begriffen bestehen, an deren Nutzung ein Allgemeininteresse besteht, kann dotBERLIN anordnen, dass die Zuteilung nach Durchführung einer

    (1) öffentlichen Ausschreibung, (2) beschränkten Ausschreibung oder (3) im Rahmen einer freihändigen Vergabe stattzufinden hat. Durch die Verfahren soll festgelegt werden, welcher oder welche der Antragsteller am besten geeignet sind, den zu vergebenden Domainnamen effizient zu nutzen.

    (1) Bei einer öffentlichen Ausschreibung werden Leistungen im Verfahren nach öffentlicher Aufforderung einer unbeschränkten Zahl von Unternehmen zur Einreichung von Angeboten vergeben.

    (2) Bei einer beschränkten Ausschreibung werden Leistungen im Verfahren nach Aufforderung einer beschränkten Zahl von Unternehmen zur Einreichung von Angeboten vergeben. Die im Rahmen der beschränkten Ausschreibung benannten Unternehmen sollen für die Berliner Community repräsentativ sein und insbesondere auch das jeweilige Wettbewerbsumfeld der Unternehmen berücksichtigen.

    (3) Bei der freihändigen Vergabe können Domainnamen ohne ein förmliches Verfahren an ein geeignetes Unternehmen vergeben. Der freihändigen Vergabe kann ein Verhandlungsverfahren vorgeschaltet werden, in dem ohne öffentliche bzw. beschränkte Ausschreibung mindestens drei Unternehmen ausgewählt werden, um mit einem oder mehreren über die Zuteilungsbedingungen zu verhandeln.

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    Auktionen produktbeschreibender und generischer Begriffe wird es ebenfalls geben, die Zielsetzung einer Versteigerung von Begriffen wie http://www.handy.berlin, http://www.lebensversicherungen.berlin oder ähnlichen Begriffen ist aber eine ganz andere. Die Einrichtung neuer Top-Level-Domains hat in der Vergangenheit dazu geführt, dass produktbeschreibende und generische Begriffe massiv zu spekulativen Zwecken registriert wurden. Insbesondere die Einführung der Top-Level-Domain „.EU“ hat verdeutlicht, dass die zur Registrierung von Kenneichenrechten vorgesehene Sunrise-Phase in vielen Fällen dazu genutzt wurde, um unter Berufung auf formal bestehende Schutzrechte Produktbezeichnungen und generische Begriffe in spekulativer Absicht zu registrieren.

    dotBERLIN wird daher eine begrenzte Zahl produktbeschreibender und generischer Begriffe von der freien Registrierung ausschließen und in einem Online-Auktionsverfahren an den jeweils Meistbietenden vergeben.

    ICANN begrüßt ein solches Verfahren übrigens ausdrücklich, damit bei .info, .biz und .eu gemachte Fehler, die dazu geführt haben, dass die entsprechenden TLD von den Internetnutzern kaum benutzt werden, sich nicht wiederholen.

  • Es werden doch sowieso beliebige TLDs eingeführt nach dem Beschluss der Konsortiums. Dann wird es nich nur .berlin geben, sondern auch .woala und .super usw. Dies wird ein Zirkus.

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